Wenn auf „unserer“ Ruine das Klirren von Schwertern zu hören ist, der Duft des Schmiedefeuers durch die Burganlage zieht und mittelalterliche Klänge über das Gelände erklingen, dann ist wieder „Tag im Mittelalter“.
Am 5. Juli 2026 durften wir bereits zum dreizehnten Mal zahlreiche Besucher zu unserem Mittelalterfest begrüßen und gemeinsam mit ihnen in die Welt des Mittelalters eintauchen.
Nachdem die ersten Vorbereitungen bereits um den Jahreswechsel begonnen hatten, startete für unseren Festausschuss und die weiteren Helfer eine Woche vor Festbeginn die heiße Schlussphase – und das im wahrsten Sinne des Wortes:
Bei hochsommerlichen Temperaturen wurden Hütten aufgebaut, Leitungen verlegt, Sitzplätze geschaffen, Technik installiert und das gesamte Burggelände für das Fest hergerichtet.
Die Hitze forderte alle Beteiligten heraus, doch dank des großen Engagements und vieler Routiniers war pünktlich zum Sonntag alles bereit.
Zum zweiten Mal eröffneten zwei Musketenschützen um 10 Uhr das Fest.
Schon kurz darauf füllte sich das Burgareal mit großen und kleinen Gästen, die sich auf Entdeckungsreise durch das mittelalterliche Lagerleben begaben.
An vielen Stellen der Burg gab es historische Handwerkskunst zu erleben.
Beim Schmied konnte man beim Herstellen von Nägeln selbst die schweißtreibende Arbeit probieren und Steinmetzin, Maskenschnitzerin und Tischler beeindruckten mit ihren Künsten.
Im Handwerkerlager konnten weitere Handwerke sowie die Zubereitung von Fladen und Waffeln mitverfolgt werden.
Vor allem auch die kleinen Besucher kamen nicht zu kurz: Sie durften sich selbst an verschiedenen Handwerken oder bei Ritterspielen versuchen, konnten beim Kinderbasteln mit viel Kreativität eigene „Ausrüstung“ gestalten oder sich von der Zauberbühne Rottweil mit ihrem Puppenspiel in Staunen versetzen lassen.
Gerade diese persönlichen Begegnungen und das Mitmachen machen den besonderen Reiz unseres Festes aus und lassen Geschichte lebendig werden.
Auch musikalisch wurde unseren Gästen einiges geboten. Die bekannten Klänge von Minnezit sorgten ebenso für mittelalterliche Stimmung wie die erstmals bei uns auftretende Gruppe Achtgesang, die mit ihren Liedern das Programm bereicherte.
Im orientalischen Teezelt Schiraz konnten die Besucher einen Moment der Ruhe genießen und Märchen lauschen, während Ancalima mit ihren Darbietungen das Publikum immer wieder in ihren Bann zog. Bei den Leitwölfen und am Bogenschießstand konnte das „Kriegshandwerk“ geübt werden.
Ein fester Bestandteil unseres Mittelalterfestes sind seit vielen Jahren die historischen Darstellungen rund um das Haus Zimmern. In diesem Jahr gaben sich Wilhelm Werner von Zimmern mit Amalia von Leuchtenberg, Gottfried Werner von Zimmern mit Apolonia von Henneberg sowie Joannes Werner der Jüngere mit seiner Gemahlin die Ehre und nahmen an der Festtafel Platz – begleitet von ihrer Leibwache, Gauklern und Musikanten.
Während der Mahlzeiten ließen sie – ebenso wie die zahlreichen Besucher – sich von den Leitwölfen mit eindrucksvollen Vorführungen mittelalterlicher Kampftechniken und von Ancalima mit atemberaubenden Feuershows unterhalten.
Besonders gefreut hat uns, dass sich erneut Besucher selbst in mittelalterlicher Gewandung auf den Weg nach Herrenzimmern gemacht haben und damit die besondere Atmosphäre unseres Mittelalterfestes bereicherten.
Unser Mittelalterfest lebt jedoch nicht allein von seinem Programm. Es lebt vor allem von den Menschen, die sich mit Herzblut dafür einsetzen.
Deshalb gilt unser herzlichster Dank den zahlreichen Helfern. Ob beim Auf- und Abbau, an den Ständen, der Essenslogistik, in der Bewirtung oder im Hintergrund – sie alle investieren unzählige Stunden ihrer Freizeit und machen unseren „Tag im Mittelalter“ überhaupt erst möglich.
Ebenso danken wir allen Handwerkern, Künstlern, Musikgruppen und historischen Darstellern, die mit ihrer Leidenschaft und ihrem großen Einsatz unser Fest bereichern. Viele von ihnen begleiten uns bereits seit vielen Jahren und sind längst zu festen Weggefährten unseres Mittelalterfestes geworden.
Nicht zuletzt bedanken wir uns bei allen Besuchern für ihr Kommen. Ihre Begeisterung und die vielen positiven Begegnungen haben den dreizehnten „Tag im Mittelalter“ einmal mehr zu einem großartigen Erlebnis gemacht.
Wir freuen uns schon heute darauf, euch auch beim nächsten Mal wieder auf der Ruine Herrenzimmern begrüßen zu dürfen.
(Foto „Grafen vor Ruine“: Heinrich Hölsch)















